Das Futter spielt eine sehr große Rolle in der Aufzucht. Wenn man sich die große Auswahl der Futtermischungen, für Aufzuchtpferde, anschaut, bemerkt man welch einen hohen Wert der Züchter dem Kraftfutter beimißt.
Leider muß man sagen, daß das Raufutter nicht so häufig im Gespräch erwähnt wird wie das Zusatzfutter. Deswegen möchten wir zuerst das Raufutterangebot der Hengste ansprechen.
Wir füttern 3x täglich selbst geerntetes Heu, bzw. Silage. Unser Heu/Silage wird nur auf gut gepflegten Wiesen gepreßt. Die Lagerung des Erntegutes erfolgt in Scheunen. Nicht unter einer Plane, worunter Schimmelbildung entstehen kann. Unser Heu ist uns zu schade, um das wir die Heuqualität durch schlechte Lagerung mindern würden. Es werden regelmäßig Bodenproben von unseren Wiesen/Äckern genommen, damit wir die bestmöglichen Futterqualitäten erzielen können.
Außer Heu/Silage haben die Hengste zu jeder Zeit die Möglichkeit sich mit Stroh eine Zwischenmahlzeit zu genehmigen. Die Ausstreu im Offenstall erfolgt ausschließlich durch Stroh. Neben dem beliebten Aspekt der Zwischenmahlzeit läßt sich das Stroh sehr gut misten und das wiederum macht sich positiv auf die Gesundheit Ihres Hengstes bemerkbar. Es ist staubfreier wie andere Einstreumöglichkeiten und sehr saugfähig. Die Tiere haben die Möglichkeit sich zu jeder Zeit in das trockene Stroh zu legen, da täglich gemistet und frisches Stroh eingestreut wird. Wir beziehen das Stroh zum großen Teil aus eigenem Anbau. Das restlich benötigte Stroh bekommen wir von renommierten Landwirten aus der Umgebung. Gepreßt wird jedoch auch dieses Stroh in eigener Regie, so können wir schon zu einem frühen Zeitpunkt die Qualität des Strohs sichern.
Das Kraftfutter wird einmal täglich gefüttert. Es enthält Hafer, Gerste, Mais, Mineralfutter und je nach Saison Äpfel und Möhren.
Der Hafer und die Gerste kommen ausschließlich aus eigenem Anbau. Die Gerste wird angeschrotet und anschließend mit einer Ölmischung zubereitet. Öl schlüsselt wertvolle Vitamine auf und dient zur besseren Verdauung. Außerdem hat es noch die positive Eigenschaft, daß es Staubbildungen bindet.
Den Mais beziehen wir von einem Landwirt aus der Umgebung. Der Mais wird doppelt gebrochen verfüttert, um eine gute Aufnahme garantieren zu können.
Das Mineralfutter wird den Tieren angepaßt. Man muß darauf achten, daß alle Tiere das Angebot des Mineralfutters annehmen. Das hört sich einfach an, doch es gibt immer wieder einige Tiere, die nicht jedes Mineralfutter zu sich nehmen wollen. Deswegen möchten wir an dieser Stelle kein bestimmtes Produkt nennen, da es in der Anfangszeit zu einem unterschiedlichen Mineralfutterangebot kommen kann. Es ist nicht nur auf die Vorlieben der Hengste zu achten, sondern auch auf die optimale Ergänzung des restlichen Futters.