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Wir versuchen, nach Möglichkeit, die Hengstfohlen zusammen an einem Tag auf die Winterweide zu bringen. So haben noch alle Fohlen den Trennungsschmerz von ihrer Mutter zu überwinden und freunden sich schnell untereinander an. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wie z.B. ein sehr spät geborenes Fohlen, welches erst zu einem späteren Zeitpunkt abgesetzt werden kann. Doch auch in solchen Fällen hatten wir bisher noch keine Probleme, das Fohlen in die schon bestehende Herde zu integrieren. Die Herde bietet Neuankömmlingen Schutz und Trost. Es entstehen Freundschaften, die wiederum ein soziales Verhalten der Tiere abverlangen.
So lernen schon unsere Kleinen ihr soziales Netz kennen und dazu gehören sowohl sich durchzusetzen und ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen, als auch den Ranghöheren mit Respekt zu behandeln.
Erst Recht wenn es ein Mensch ist.

Die Hengste haben eine so große Freiheit ihre Kräfte zu messen und sich auszutoben, dass sie schnell akzeptieren, den Menschen von solchen Aktivitäten auszunehmen.
Im Winter befinden sich die Tiere auf der Winterweide. Auf dieser Weide steht ein großer Offenstall. Der Stall ist speziell für Hengstfohlen errichtet worden. Er ist zu jeder Zeit von den Hengsten begehbar und unterscheidet sich von den üblichen Weidehütten durch seine Höhe. Pferde haben eine sehr empfindliche Lunge. Um jedem Pferd eine artgerechte Haltung bieten zu können haben wir sehr viel Wert auf eine gute Luftzirkulation gelegt.
Ein befestigter Weg führt zuerst auf eine befestigte „Terrasse“, die wiederum in den Offenstall führt. So wird gewährleistet, dass die Hengste trockenen Fußes in den Stall kommen können. Der Stall bietet genügend Platz, um dass sich alle Fohlen in das Stroh legen können. Hier bekommen sie ihr Kraftfutter, ihr Heu/Silage und natürlich steht hier auch zu jeder Zeit frisches Wasser bereit. Bei gutem Wetter füttern wir das Heu/Silage auf der Winterweide.
Obwohl die Herde sich im Stall sehr wohl fühlt verbringen sie auch viel Zeit auf der Weide. Sie können hier ihren Übermut freien Lauf lassen. Wir empfinden es für sehr wichtig, dass sich die Tiere genügend bewegen. Ein Kind lernt erst richtig laufen durch seine Versuche. Wie soll ein zweieinhalbjähriger Hengst seine besten Gänge und Lektionen zur Schau stellen, wenn er nicht die Möglichkeit hatte seine Gänge und sein Gleichgewicht zu „schulen“? Auf dieser großen Winterweide können die Tiere alle Gangarten testen und ihren Gleichgewichtssinn spielerisch schulen. Die Winterweide ist auch bestens geeignet die Kleinen an das Hufegeben zu gewöhnen. Beim täglichen Kraftfutter einnehmen wird das Aufhalftern und Anbinden zur nebensächlichen Selbstverständlichkeit.

Wenn es dann Frühjahr wird, werden die Hengste auf die nah gelegenen Sommerweiden gefahren. Wir haben uns bewusst für das Fahren und Verladen entschieden, so können die Tiere langsam ihre Ängste vor dem Ein- und Ausladen und das Hängerfahren verlieren. Dafür nehmen wir uns viel Ruhe und die Zeit, die jedes Pferd für sich beansprucht. Sie lernen frühzeitig und sehr effektiv das stressfreie Verladen. Die kurze Strecke zwischen den Weiden überfordert die jungen Pferde nicht. Der Tagesablauf auf den Sommerweiden ändert sich im Vergleich zu der Winterweide nur in dem Unterschied, dass es dort keinen Stall sondern große und dichte Bäume gibt. Die Hauptmahlzeit stellt nicht mehr das Heu/Silage sondern das Gras dar. In der Anfangszeit wird jedoch entweder noch Heu/Silage zugefüttert, oder sie werden Stundenweise angeweidet, damit die Tiere besser mit der Futterumstellung zurechtkommen.

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